So ist der Ablauf aufgebaut
Was Sie konkret wissen sollten.
Zuerst inventarisieren, nicht dokumentieren
Die häufigste Fehlentscheidung ist ein großes Dokumentationsprojekt. Beginnen Sie stattdessen mit einer Liste: Wo liegt heute welches Wissen, wer weiß es, und wie oft wird es gebraucht? Erst daraus ergibt sich, was überhaupt zusammengeführt werden muss.
- Quellen benennen statt neu schreiben
- Häufigkeit vor Vollständigkeit
- Wissen in Köpfen ausdrücklich mitzählen
- Veraltete Quellen markieren statt mitschleppen
Kontext gehört an den Vorgang, nicht in ein Wiki
Ein separates Wiki wird beim Antworten selten geöffnet. Nützlich wird Wissen, wenn es dort auftaucht, wo die Anfrage bearbeitet wird: am Vorgang, zusammen mit Verlauf, Kontakt und Status.
- Verlauf und Kontakt am offenen Vorgang
- Passende Wissensauszüge direkt daneben
- Kein Wechsel zwischen fünf Werkzeugen
- Quelle einer Aussage nachvollziehbar halten
Aus freigegebenen Antworten lernen
Die beste Quelle für künftige Antworten ist eine Antwort, die bereits jemand geprüft und abgeschickt hat. Sie ist im richtigen Ton geschrieben, fachlich abgenommen und in der Praxis bewährt. Nicht jede Unterhaltung taugt allerdings dafür.
- Freigegebene Antworten als Grundlage
- Nicht jede Unterhaltung wird zur Quelle
- Zuständige Person pro Themenbereich
- Änderungsdatum sichtbar halten
Pflege im Alltag verankern
Wissenspflege überlebt keine eigene Projektphase. Sie funktioniert, wenn sie am Ende eines bearbeiteten Falls zwei Minuten kostet: Hat diese Antwort Bestand, und fehlt dafür noch etwas in den Quellen?
- Pflege am Fall statt im Sonderprojekt
- Wissenslücke als eigenes Ergebnis festhalten
- Veraltetes archivieren, nicht löschen
- Regelmäßig stichprobenartig prüfen